Das Ereignis

Die Tour im Saarland 2002

Die Tour im Saarland hat alle Erwartungen noch übertroffen. Nach Schätzungen des Saarland Tour Teams feierten mehr als eine Million Menschen entlang der Strecke die größte Party, die das Saarland je erlebt hat.

Ein Journalist aus Baden-Württemberg rief während der Etappe beim Redakteur der ARD-Live-Sendung Volker Kottkamp an und beschwerte sich: "Seit heute mag ich die Saarländer nicht mehr; sie haben Freiburg den Rang abgelaufen!"

128 km lang waren über eine Million Menschen bei besten Wetterbedingungen entlang der Strecke durch das Saarland Teil der größten Party, die das kleinste deutsche Bundesland je erlebt hat. Feuerwerke, Musik, Tanzeinlagen, Grüße an die Tour in allen möglichen Variationen, verschiedene Künstler und das mit 3000 qm² vielleicht größte Gelbe Trikot der Welt wurden den Fahrern geboten. "Es hat Spaß gemacht, hier zu fahren", kommentierte Erik Zabel die begeisternde Etappe im Saarland.

Ministerpräsident Peter Müller dankte dem Saarland Tour Team, dessen Geschäftsführer Ralf Niedermeier und Koordinator Werner Zimmer für die "hervorragenden organisatorischen Vorbereitungen." Die Tour durch das Saarland sei angesichts der zahlreichen internationalen Medienvertreter und Fernsehteams sowie der Live-Übertragung in ARD-Das Erste ein "wichtiger Werbeträger für die touristischen Bemühungen des Saarlandes."

Auch die Polizei war zufrieden. Die Verkehrssituation habe man jederzeit im Griff gehabt, trotz des Ansturmes so vieler Tourfans. Gut 1400 Polizeibeamte und genauso viele freiwillige Helfer beteiligten sich an der Streckensicherung.

Bilder aus Riegelsberg

Gäste des Phönix aus Hessen und Schwaben
Die Video-Leinwand auf dem Marktplatz in Riegelsberg war umlagert.
Etwa 20 000 Zuschauer säumten die Strecke in der Gemeinde.
Die Radsportfreunde Phönix Riegelsberg waren überall präsent, selbstverständlich im neuen Trikot!
Jens Voigt stürmte als Erster die Saarbrücker Straße hinauf... ... wurde jedoch kurz darauf vom jagenden Feld, allen voran Udo Bölts und Gian Matteo Fagnini, geschluckt.

Die Meinung

Das Jahrhundert hat zwar gerade erst begonnen, aber für das radsportbegeisterte Saarland hat das Ereignis des Jahrhunderts bereits stattgefunden!

Was sich am 8. Juli in unserem kleinen, aber feinen Land abgespielt hat, hat alle Erwartungen übertroffen. Wer geglaubt hatte, Freiburg 2000 wäre nicht mehr zu toppen, der wurde am Montag eines besseren belehrt: von Perl bis zur Heuduckstraße, 128 km ein einziges Fest. Von wegen "eine Million Zuschauer"! Bei dieser Zahl hat man nur aufgehört zu zählen: jeder Saarländer musste an der Strecke gestanden und mindestens noch einen "Ausländer" mitgebracht haben.

Selbst für die Fahrer war diese Kulisse eine Überraschung: so berichtete Udo Bölts nach der Zielankunft, dass er während der Etappe von Kollegen gefragt wurde, wie so eine Begeisterung überhaupt zustande komme.

Wann hat es das schon bei einer Tour-Etappe gegeben, dass der Tour-Chef Jean Marie Leblanc anhält und sich zusammen mit Bernard Hinault bei dem Bürgermeister (der Stadt St. Wendel) bedankt?

In mehreren Interviews konnte Leblanc seine Begeisterung über die Etappe nicht verbergen: "Die Stars waren heute nicht die Fahrer, sondern die Zuschauer!"

Und die Tour wird wiederkommen: noch in Saarbrücken machten die Organisatioren dem saarländischen Radsport-Mekka St. Wendel konkrete Hoffnungen als Etappenort!

Der 8. Juli 2002 ist eine Gemeinschaftsleistung vieler Saarländer: jeder Radsportler und jeder Radsportfan hatte sich in den letzten Monaten engagiert, auch wenn er keine "offizelle" Funktion hatte. Dieses Zusammenwirken hat es erst möglich gemacht, was der Welt am 8. Juli präsentiert wurde.

Die Tour im Saarland, das warst Du und Du und ich, das waren wir alle!

Und darauf sind wir stolz!

In zwei(?) Jahren sind wir wieder da!