Weil man ja nicht ständig im Urlaub in 2000er Höhen herumkraxeln kann, und
weil Günther und KH in den letzten Wochen wiederum ein Jahr älter geworden sind (wer vergessen hat, Günther zu seinem runden Geburtstag zu gratulieren, möge sich jetzt schämen und/oder nachträglich eine Mail mit einer einleuchtenden Entschuldigung nachreichen),
haben die beiden beschlossen, eine Woche der Herbstferien in der Provence zu verbringen.
KH, der ein wenig Ortskenntnis besitzt, hat das Gebiet "Les Alpilles" vorgeschlagen, weil man von dort sowohl flache Tagestouren in die Camargue als auch etwas anspruchsvollere Ausfahrten in das kleine Mittelgebirge unternehmen kann.
Altersgemäßer Urlaub war also angesagt.
Ein Quartier war übers Internet schnell gefunden. Leider musste der 3. Teilnehmer aus beruflichen Gründen absagen, das hatte allerdings auch den Vorteil, dass man die Räder nicht auf dem Dach, sondern im Fahrzeuginneren transportieren konnte.
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21. Oktober 2006, pünktlich 05.00 Uhr, Bous, Hindenburgstr.: Günther fährt vor! |
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| Zwei Stunden später, irgendwo zwischen Nancy und Dijon: Sponsorpflege |
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10.00 Uhr: Einfahrt in den Tunnel von Lyon, keinerlei Verkehrsbehinderung! |
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Nach genau 8 Stunden: Ankunft "Petite Camargue"... |
... die Stärkung war verdient! |
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Das wunderschöne Wetter (22 Grad, Sonne), macht die erste Ausfahrt über 70 km zum Vergnügen. Was man hier nur schildern kann, ist der besondere Duft, der über der Provence liegt, ihn zu erleben, da muss man selber hinfahren! |
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Was Saarländer am Abend so genießen! | |
2. Tag: |
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Frühstück |
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Ein alter Esel bei den weißen Pferden der Camargue | |
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Römische Wasserleitung... |
...Altstadt Arles... |
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... über den Dächern von Arles ... |
... Reste des römischen Amphitheaters. |
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Geschichtliches Arles zahlt zu den ältesten Siedlungen am Rhonelauf. Vor 2500 Jahren lag der Ort noch nahe der Meeresküste. Seither hat die Rhone ihr Delta rund 40 Kilometer weit vorgeschoben. Die ganze Camargue südlich von Arles ist also junges Schwemmland. Der sumpfige Charakter der Region hat Arles den Namen gegeben: Arelate bedeutet «Stadt in den Sümpfen». Zuerst wohnten hier kelto-ligurische Stämme, dann kamen die Griechen und gründeten eine Filiale ihrer Handelsstadt Massilia, des heutigen Marseille. |
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Abbaye de Montmajour |
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Geschichtliches Montmajour entstand auf einer von Sumpf umgebenen Anhöhe, die von König Konrad III. der Friedfertige von Burgund (937-993) als öffentlicher Friedhof bestimmt worden war. Der Kapitel der Kirche St. Trophime in Arles verkaufte das Gelände 949 an eine Adelige, die hier das Benediktinerkloster Saint-Pierre stiftete. Der Bau der ersten Kirche wurde 1016 begonnen. |
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Gott Vater - Gott Sohn? | |
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Geschichtliches Les Baux-de-Provence (Baux kommt von "Baou", hoher Fels auf provencalisch) liegt am Südhang der Alpilles in der Provence ca. 15 km nordöstlich von Arles auf einem fast freistehenden Fels von 600 m x 200 m. Es wird von einer Burgruine beherrscht, die der Fläche nach eine der größten Frankreichs ist. Diese ist noch heute im Besitz der Grimaldi, des monegassischen Fürstenhauses. |
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Und wieder ist Abend, fast 90 km gefahren" |
Karlsberg kaputt und wird entsorgt! |
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3. Tag: |
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Stadtmauer |
Espresso-Pause |
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Blick auf die Rhone |
Sur le pont d'Avignon... |
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Altstadt von Avignon: faszinierende enge Gassen. |
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Geschichtliches Die Rhône-Brücke der Stadt (Pont St. Bénézet aus dem 12. Jahrhundert) ist in einem Volkslied um die Welt gegangen (Sur le pont d’Avignon, …/Auf der Brücke von Avignon, …). Diese zum Kinderlied verharmloste Version hieß ursprünglich als Spottlied "Sous le pont d´Avignon", ("Unter der Brücke von Avignon"), denn dort, in der Nähe des Flusshafens, befand sich in päpstlicher Zeit das Rotlichtviertel von Avignon. |
Am Nachmittag: das Wetter hat sich noch nicht gebessert. Arbeitsteilung: Während der eine die Füße vor dem Kaminfeuer hochlegt, arbeitet der andere an dem Bericht für die Homepage! |
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4. Tag:
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Geplant war zunächst eine bergige Tour durch die Alpillen, nachdem unser Vermieter uns jedoch darauf aufmerksam macht, dass erst am nächsten Tag in St. Rémy eine großer Wochenmarkt ist, planen wir um und wollen ans Meer, ins - laut Navigator 50 km entfernte - La Couronne. |
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In Martigues werfen wir einen ersten Blick aufs Meer und machen uns anschließend auf den ansteigenden Weg nach La Couronne |
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Es bleibt keine Wahl: KH muss alleine zurück, das Auto holen: mit einmal Verfahren 45 km gegen den Wind, während Günther es mit Mühe zurück nach Martigues schafft und da geduldig in einer Kneipe auf KH wartet | |
| Zum Glück hatten wir vor zwei Tagen in Istres einen ziemlich guten Fahrradladen gesehen, wo dann, nach einigem Hin und Her wegen des nicht passenden Werkzeuges die mitgebrachte Spezial-Speiche (man denke an die sündhaft teuren und wahnsinnig leichten Felgen) ausgewechselt und die Felge mit doch recht primitiven Mitteln mehr schlecht als recht zentriert wird. |
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| Und weil sich Günther auch noch den Mantel ruiniert hat, werden an der Wohnung die gleich mitgekauften neuen (roten) Decken montiert. Jetzt sieht Günthers Rad wieder ganz frisch aus! |
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5. Tag:
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Am ersten Anstieg |
Von der Ferne grüßt der Ventoux |
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Markttag in St. Remy Das ganze Städtchen ist mit bunten Marktständen übersät, und darüber schwebt der Duft von Lavendel und Herbes de Provence |
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Kleiner Mann mit großem Hut, Kommentar überflüssig! |
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| Und weiter geht's: hinter St. Remy 2 km bergan, auf der anderen Seite wieder hinab, dann rechts ab über Les Baux, heute von der steileren Seite ... | ![]() |
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... zur Moulin de Daudet: |
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| Das römische Aquadukt, das wir am Sonntag vergebens gesucht hatten, heute finden wir es. Es sind zwar nur noch Ruinen zu sehen, aber sie genügen, um die architektonische Leistung der Römer würdigen zu können. |
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| Die letzten 20 km geht es wieder bergauf und bergab, hinzu kommt der heftige Gegenwind, kein Wunder, dass man nach 80 km und über 800 HM müde und geschafft ist. |
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Das Höhenprofil des Tages: ![]() |
6. Tag:
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Als KH um 8 Uhr mit dem Baguette zurückkommt, war ihm schon anzusehen: Mistral! |
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Der Wind dominiert die Fahrt, in Eygalières beschließen wir umzudrehen und nach 60 km... |
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...den Nachmittag anders zu gestalten! |
Letzter Tag:
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Ein ganz typischer Blick: üppige Vegetation, Wasserkanäle, und in der Ferne "Les Alpilles" |
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In Salon-de-Provence |
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Geschichtliches Salon-de-Provence (früher Salon-de-Crau) ist eine Stadt in Südfrankreich, im Département Bouches-du-Rhône, der früheren Provinz Provence. Sie liegt zwischen Aix-en-Provence, Arles, Cavaillon und Marseille an der Autobahn A 7 (Lyon-Marseille) und hat etwa 34.000 Einwohner. |
Von Salon aus geht es dann weiter, wieder in die Berge. Ein moderater Anstieg führt uns nach Vernègues, einem uralten Örtchen auf einer Anhöhe. |
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Der Rest ist nur noch Genuss, und Freude an den Erlebnissen der vergangenen Woche. Eine wirklich schöner Urlaub mit herrlichem Wetter und bezaubernder Landschaft geht zuende, und keinem ist ein körperlicher Schaden entstanden. Günthers geplatzte Speiche ist schon längst vergessen! Ihr könnt euch ja mal dazu äußern Den Abschluss feiern wir mit einem Bier in der Bar von Aureille |
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Und jetzt fragt ihr euch wohl: Was ist denn mit dem Ventoux? Dann geht mal zum Beginn des Berichtes zurück, und dann habt ihr die Erklärung! |
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