05.02.2010 Text: khg - Bilder: khg,


Phönix mit neuen Flügeln

Stabwechselübergabe an der Vereinsspitze

Wie bereits im vergangenen Jahr angekündigt gab Günther Eisenbach, seit der Gründung des Vereins Vorsitzender der RSF "Phönix" Riegelsberg, bei der Mitgliederversammlung 2010 nach neun Jahren sein Amt ab. Zum neuen Vorsitzenden wurde Gerhard Wenderoth gewählt, Günther selbst bleibt als Organisationsleiter dem Verein erhalten und will sich vor allem um die Organisation der RTF/CTF sowie des Marathons kümmern. (Mehr hierzu in einem Interwiev am Ende dieser Seite.)

In seinem letzten Rechenschaftsbericht blickte Günther noch einmal auf das vergangene Jahr zurück. Er berichtete u.a von:

Auch für das neue Jahr sind bereits viele Aktivitäten in Planung bzw. schon terminiert: Anrollen, Radtraining in Italien, Trainingslager Tannheimer Tal, Pfingstbesuch aus Gisors und vor allem die Großveranstaltung RTF-CTF-Marathon am 13. Juni, für die Günther jetzt schon um tatkräftige Unterstützung bat.

Die geplante Mountainbike-Trainingsstrecke nimmt Gestalt an: die Vorplanungen sind fortgeschritten, die Fraktionen im Gemeinderat stehen dem Vorhaben größtenteils positiv gegenüber. Probleme könnte es noch durch die vom Forst angeforderte jährliche Gestattungsgebühr geben, über deren Höhe es im Moment unterschiedliche Spekulationen gibt. Der Verein sieht in dieser Strecke eine große Chance zur Förderung der Jugendarbeit, die unbedingt intensiviert werden muss. Bürgermeister Klaus Häusle, der als Gast an der Mitgliederversammlung teilnahm, sicherte die Unterstützung der Gemeinde Riegelsberg zu. Er versprach, das Anliegen "Mountainbikestrecke" in die im März beginnenden Haushaltberatungen einzubringen.

Bei den landesweiten Wertungen wurde die RTF-Truppe im Jahr 2009 von den Freunden aus Bexbach geschlagen, aber ein zweiter Platz mit weitem Vorsprung vor dem "Rest" ist auch aller Ehren wert!

In den verschiedenen Einzelwertungen erreichten u.a. Spitzenplatzierungen: Hanne Diehl, Marliese Fleiss, Heilo Krieger, Horst Dewald, Paul Schweizer und Peter Vogelgesang.

Das Radsportabzeichen haben im vergangenen Jahr insgesamt 10 Mitglieder/innen abgelegt.

Bei der Teilneuwahl des Vorstandes wurde Gerhard Wenderoth einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der bisherige Schatzmeister Dieter Brune wurde im Amt bestätigt, die Aufgabe des Geschäftsführers übernimmt Günther Eisenbach. Neumitglied Rainer Otto wird in Zukunft als Pressewart die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins gestalten. Winfried Schmitt ist neuer Kassenprüfer. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.

Traditionsgemäß klang die Mitgliederversammlung mit einem gemütlichen Teil aus.

Bilder:




Anläßlich des Abschiedes unseres langjährigen Vorsitzenden haben wir versucht, in einem Gespräch zurück, aber auch nach vorne zu blicken:

Wie hat das eigentlich mit dem Radfahren bei dir angefangen?

Mit dem Fahrradfahren habe ich so mit fünf angefangen; richtig gefahren bin ich dann etwa ab neun! ...da passte ich zum ersten mal über die Stange des Herrenrades meines Bruders, der zwischenzeitlich schon Moped fuhr. Schluss war dann so mit 16/17, der Mädels und der Mopeds meiner Freunde wegen.

Erneut angefangen habe ich wieder so vor ca. 20 Jahren. Wie es sich für reifere Männer gehört, langsam und bedächtig; ...jeden Sonntags habe mit einem lieben Freund (Lehrer mit Prinzipien - der leider schon verstorben ist) eine Runde von 30-50 km gedreht; pünktlich zum Frühschoppen um 11:30 waren wir dann zurück; Mittagessen bei Lehrers gab's dann 12:30 h. Alles geregelt!

Wie kam es zu deinem Engagement im Radsportverein?

Mit den RTF's und Training in Italien habe ich wohl so ca. 1993/1994 angefangen, genau kann ich das nicht mehr rekonstruieren. Meine ersten vereinsinternen Gehversuche unternahm ich im TUS Riegelsberg, Abt. Ski-Rad-Wandern.

Nach der ersten CTF (eingesetzt als Helfer) die ziemlich chaotisch ablief, übernahm ich dann die Organisation der künftigen RTF Veranstaltungen; wobei ich neben dem eigenen Orga'talent viel von den Erfahrungen der Fam. Barkey profitiert habe. Die Highlights beim TUS waren u.a. zwei Veranstaltungen des Rad Europa-Cup + 1 Super-Cup in Rgbg. Nach einigem Frust gab's dann den Knall und die Neugründung: - Die Geschichte "Phönix" kennen viele ja aus eigenem Erleben.

Wie hoch ist deine jährliche km-Leistung?

Was fahre ich im Jahr - unterschiedlich, je nach Laune und freundlicher Unterstützung eines einzelnen Herrn aus Bous bis zu 7.000 km, liebend gern auch Etappenfahrten und Radurlaube im bergigen Gelände.

Wenn du auf die vergangenen neun Jahre zurück blickst: was ist besonders haften geblieben?

Da gibt es viele schöne Momente und Ereignisse, da fällt es schwer, eine Auswahl zu treffen.

Besonders ist mir noch in Erinnerung die Euphorie der ersten 1-2 Jahre, alles war neu und aufregend. Wir hatten unsere eigene Zeitung "Kettenblatt" (leider eingeschlafen), einen eigenen Internetauftritt (Hier ist der allererste Bericht), der zum Glück heute noch besteht und weithin bekannt ist. Phönix brachte frischen Wind in die saarl. Radfahrerszene im Breitensport.

Weiterhin hat mich immer die große Bereitschaft zur Mitwirkung und Hilfe im Verein beeindruckt, ohne diese positive Grundeinstellung vieler Mitgl. wären eine Reihe von Aktionen/Veranstaltungen so nicht möglich gewesen.

Besonders erinnere ich mich noch an meine Fahrten nach Gisors und das besondere Gefühl der Verbundenheit mit unseren franz. Freunden.

Was können der Verein und wir in der Zukunft noch von dir erwarten?

Was wird die Zukunft bringen? Wahrscheinlich ähnlich viel Arbeit im Ehrenamt, bei Phönix + SRB. Die Orga der RTF/CTF etc. wird wohl auch künftig auf meinen Schultern lasten - bis z.B. Ralf Bremer dies hoffentlich übernehmen wird. Was so im SRB noch ansteht, wird sich zeigen, möglicherweise werde ich das Amt des RTF/CTF Fachwarts einige Zeit übernehmen(?), warten wir die Wahl im März einmal ab. Aber, "Schaffer" braucht man halt in jeder Organisation - oder?

Ratschläge an deinen Nachfolger?

Was soll ich dem neuen Vorsitzenden mit auf den Weg geben(?):
Dass er sich der besonderen Verantwortung als Leit- und Integrationsfigur im Verein bewusst wird, immer ein offenes Ohr für die Sorgen, Wünsche und Belange der Mitglieder hat. Dass es ihm stets gelingen möge, die vielfältigen Gruppeninteressen zu koordinieren und miteinander zu verbinden; und dass er eine glückliche Hand im Hinblick auf die weitere Entwicklung des Vereins haben möge.

Lieber Günther: Danke für das Gespräch!