22.05.2011
Text: khg - Bilder: khg,


Ein kleines Jubiläum

Phönix-Extrem-Marathon feiert fünften Geburtstag

Ein kleines Jubiläum kann der Phönix-Extrem-Marathon in diesem Jahr feiern: schon zum fünften Male richtet der Verein diese Veranstaltung aus. Der Marathon hat sich in diesen Jahren zu einer wichtigen und angesehenen Veranstaltung entwickelt, die auch über die Grenzen unseres kleinen Saarlandes Beachtung gefunden hat: Unter anderem haben Event Summary und tour-magazin das Event in ihre Terminkalender übernommen. Im vergangenen Jahr wurde der Marathon sogar von rad net als Marathon des Monats ausgezeichnet.

Aber der Phönix Marathon hat noch eine längere Geschichte: schon Ende der 90er Jahre bis ins neue Jahrtausend hinein richtete der Verein, damals noch unter der Guide des TuS Riegelsberg, im Rahmen des Saar-Pfalz-Cups Langstreckenfahrten aus. Wir haben in unserem Archiv gekramt und Bilder aus dem Jahr 2001 gefunden. Es sind Aufnahmen aus dem Steinzeitalter der Digitalfotografie, als eine Auflösung von 640 x 480 pixels schon großartig war und die Sony Cybershot mit 3,3 Megapixels noch astronomische 1600 DM kostete. Ein Phönix-Quartett hatte die damalige Marathonstrecke abgefahren. Sie führte über Frankreich, am AKW Cattenom vorbei (der französische Fischer, der seine Angelrute in den Kühlweiher tauchte, ist immer noch in Erinnerung) bis hinein nach Belgien. Auf dem Rückweg war eine Kontrollstation im luxemburgischen Mondorf eingerichtet, weiter ging es am Château de Malbrouck vorbei wieder zurück ins Saarland.



Lang ist's her und wie man sieht, vieles hat sich verändert!

Aber der Helm gehörte schon vor 10 Jahren dazu!






Aber ab jetzt wird's aktuell:

Hier die Infos zur Veranstaltung am Sonntag:

•  phoenix-rtf
•  extrem-marathon

Ab Sonntagmorgen sind hier in regelmäßigen Abständen Live-Berichte abrufbar. Ich hoffe, alle zwei bis drei Stunden aktuelle Bilder liefern zu können! Regelmäßiges reinschauen für die "Daheimgebliebenen" könnte sich als lohnen!

Und für die Teilnehmer: du bist noch nicht mal zurück und man kann dich bei uns vielleicht schon bewundern!



Start

Sonntagmorgen, 05:25 In die Köllertalhalle kommt Bewegung: das Organisationsteam um Günther Eisenbach hat Station bezogen, Verpflegung und Anmeldung sind besetzt. Die ersten Marathonfahrer tröpfeln in die Halle. Was Tropfen angeht: hoffen wir, dass wir davon weitgehend verschont bleiben. Regenradar und Wetterbericht gehen zwar vom (Nach?)Mittag für die ersten Schauer aus, aber die Hoffnung stirbt zuletzt, oder am Nachmittag

Kurz nach 6 Uhr wird die mittlerweile über 60 Frau/Mann starke Marathontruppe auf die Reise geschickt. Über Heusweiler, Eiweiler, Eppelborn geht es in Richtung Tholey.

Auch der Chronist macht sich auf den Weg. Wir bedanken uns an der Stelle bei der BMW-Niederlassung Saarlouis und bei Martin Rehlinger, die an dem heutigen Sonntag die kurzfristig fahrzeuglose Zeit des Autors überbrücken und uns ein wunderschönes Mini-Cabrio zur Verfügung gestellt haben. Auf euch ist Verlass, wenn's brennt, seid ihr zur Stelle!

In Dirmingen wartet der erste kräftige Anstieg: mit über 10% Steigung klettern die Fahrer hoch zum Schaumberg.

Die dortige erste Kontrollstelle musste kurzfristig verlegt werden: rund um das Freizeitbad findet ein Triathlon statt. Von dem haben wir aber erst am späten Samstagabend durch einen Anruf erfahren. Auch in unserem kleinen Saarland sind die Kommunikationswege offensichtlich nicht perfekt!


aktualisiert um 08:05 Uhr, Kontrollstelle Schaumberg

Unterwegs

Die Hoffnung stirbt doch nicht zuletzt, sondern leider schon am Vormittag. Und mit Cabrio-Fahren ist auch nix mehr: um 09:15 Uhr muss ich das Verdeck des schwarzen Mini's schließen: von Westen droht eine schwarze Wand am Himmel, der Regen, den ich schon nach 5 Uhr von Frankreich nahen sah, hat uns erreicht. Zwar ist es nur ein schmaler Niederschlagsstreifen, und der Mann im Radio meint, am Nachmittag wäre es schon wieder trocken. Aber das hilft den armen Radfahrern nur wenig, die haben bis dahin alle einen nassen Hintern.

Ich habe die Marathonstrecke verlassen und bin mittlerweile unterwegs in Richtung Kontrollstelle Hüttersdorf. Am Schaumberg habe ich mich länger als geplant aufgehalten: vom Start war mir ein Mitglied des Teams der Zeitung "Tour"angekündigt worden. Wenn die größte deutsche Radzeitschrift unsere Veranstaltung besucht, da wollen wir doch behilflich sein. Als Christian in Tholey ankommt, tauschen wir die Adressen aus, damit ich ihm meine Bilder schicken kann. Da sind wir ja gespannt, was über uns berichtet wird!

Am Abend hat er sich schon mal per Mail und mit mit einem großen Lob gemeldet.

An der Kontrollstelle Hüttersdorf hat Horst zum Glück ein kleines offenes Zelt aufgebaut, so dass unsere Sportler wenigstens beim Essen im Trockenen stehen. Nach und nach trudeln die Leute von der 115er Strecke ein. Trotz des Regens sind alle guter Dinge und es wird viel gelacht.


aktualisiert um 10:25 Uhr, Kontrollstelle Hüttersdorf

Kontrollstelle Rehlingen

11.25 Uhr, Kontrollstelle Rehlingen: das Regengebiet ist durch, hier scheint schon wieder die Sonne. Aber die Sportsfreunde sind ganz schön verdreckt. Bei der Organisation wird überlegt, ob und wann wir die Warndtschleife schließen sollen. Nach einigen Telefonaten verschieben wir die Entscheidung bis 13 Uhr.


aktualisiert um 11:45 Uhr, Kontrollstelle Rehlingen

Kontrollstelle Karlsbrunn

Auf dem Weg von Rehlingen nach Karlsbrunn wird das Wetter zunehmend besser, fast überall ist schon wieder blauer Himmel zu sehen. Allerdings sind Radfahrer absolut Mangelware: lediglich in Höhe des Warndtweihers kann ich zwei überholen. Auf den kurvenreichen Strecken des Warndts kann man den MINI so richtig schön "fliegen" lassen: richtiges Gokart-feeling!

Die Besatzung am Ortseingang von Karlsbrunn kann es ruhig angehen lassen: mehr Gelbhemden im Stand als Radtrikots davor.


aktualisiert um 14:15 Uhr, Kontrollstelle Karlsbrunn

Auf dem Rückweg zur Kontrollstelle Rehlingen kommen mir die ersten Marathonfahrer entgegen. Nur drei biegen in Beaumarais in die Warndtschleife ab. Der Rest hat wohl für heute genug und fährt geradeaus durch nach Riegelsberg.

Auch die meisten Fahrer, die jetzt noch Rehlingen passieren, verzichten auf die Extra-Km. Aber unsere drei Freunde in den blauen Trikots aus Singen ("im Badischen, keine Schwaben!"), die nehmen die Herausforderung an.

Einig sind sich aber alle in dem Lob für die Veranstaltung und die Organisation: Strecke, Verpflegung, Ausschilderung werden von vielen ausdrücklich gelobt. Auch die online-Berichterstattung hat Resonanz gefunden: eigentlich sollte man meinen, die Radfahrer sitzen auf ihren Maschinen. Aber von zuhause aus werden sie beobachtet: Immerhin haben mehr als 70 Fans im Laufe des Vormittags auf unserer Seite das Geschehen verfolgt.

Bilanz in Zahlen

- 71 Marathonteilnehmer
- 184 bei der RTF
- 121 bei der CTF
- kein Unfall gemeldet
nur die Regenfront hätten wir nicht gebraucht!

Bilder von der CTF